Für Veranstalter

Fans mit Behinderung sind bei Live-Veranstaltungen Risiken ausgesetzt, wie ein britischer Bericht zur Barrierefreiheit feststellt

Eine neue Umfrage aus Großbritannien hat ergeben, dass 94 % der Menschen mit Behinderung persönliche Risiken eingehen, um Live-Veranstaltungen zu besuchen. Hier erfährst du, was Veranstalter tun können, um den Zugang zu erleichtern.

Von Mucanto Newsroom (KI-gestützt) 3 Min. Lesezeit

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Original lesen

Zuschauer, die ein Live-Konzert von einem barrierefreien Zuschauerbereich aus verfolgen
Photo: Solomon203 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
In diesem Artikel
  1. Was Gäste mit Behinderung in der Umfrage angaben
  2. Die wirtschaftlichen Argumente für Veranstalter
  3. Auch die Künstler sind betroffen
  4. Was du tun kannst
  5. Quellen

Fast alle Menschen mit Behinderung, die Konzerte und Live-Veranstaltungen besuchen, gehen dabei ein gewisses persönliches Risiko ein. Das geht aus einer neuen Umfrage hervor, die am 3. November 2026 von „Attitude Is Everything“ veröffentlicht wurde – einer britischen Wohltätigkeitsorganisation, die gemeinsam mit der Musikbranche an der Barrierefreiheit arbeitet. In ihrem „State of Access Report 2026“ gaben 94 % der gehörlosen, behinderten und neurodivergenten Befragten an, dass der Besuch von Musik- und Live-Veranstaltungen sie einem Risiko aussetzt.

Der Bericht ist die erste große „State of Access“-Studie der Wohltätigkeitsorganisation seit acht Jahren und die erste, die neben dem Publikum auch Künstler mit Behinderung und Fachleute aus der Branche einbezieht. Finanziert wurde sie von Purple Guide Grants und Nimbus Disability. Die Umfrage wurde in ganz Großbritannien durchgeführt; die Anzahl der Befragten wurde in den bisherigen Berichten noch nicht genannt.

Die Ergebnisse stammen aus Großbritannien, aber die darin beschriebenen Bedürfnisse sind dieselben wie bei einem Festival in Belgien, einer Clubnacht in Athen oder einer Hochzeit in einem Landhotel in Österreich. Für jeden, der eine Veranstaltung mit Live-Musik organisiert, ist der Bericht eine nützliche Checkliste dafür, wo es am häufigsten schiefgeht.

Was Gäste mit Behinderung in der Umfrage angaben

Die am häufigsten genannten Barrierefreiheitsbedürfnisse waren Sitzgelegenheiten oder Ruheplätze (61 %), barrierefreier Zugang für Menschen mit eingeschränkter Mobilität (60 %), Unterstützung bei chronischen Erkrankungen oder energiebegrenzenden Beschwerden (59 %), barrierefreier Zugang zu Toiletten (50 %) und Vorkehrungen für neurodivergente Menschen (43 %). Fast zwei Drittel der Befragten, nämlich 62 %, gaben an, dass sie ihre Barrierefreiheitsbedürfnisse immer wieder erklären mussten.

Der Bericht versucht zudem, die Kosten für mangelnde Barrierefreiheit zu beziffern. Er schätzt, dass Menschen mit Behinderung durchschnittlich etwa 99 £ an zusätzlichen Kosten pro Veranstaltung zahlen, die sie als Zuschauer besuchen, 138 £ pro Auftritt, den sie als Künstler geben, und 184 £ pro professionellem Engagement. Die Geschäftsführerin der Wohltätigkeitsorganisation, Catherine Pymar, bezeichnete die Ergebnisse laut „Access All Areas“ als „schockierend, aber leider nicht überraschend“.

Die wirtschaftlichen Argumente für Veranstalter

Bei der Barrierefreiheit geht es nicht nur darum, das Richtige zu tun. Dem Bericht zufolge könnte ein besserer Zugang für Menschen mit Behinderung der britischen Live-Event-Branche einen Mehrwert von mehr als 400 Millionen Pfund bringen. Tom Kiehl, Geschäftsführer von UK Music, sagte, der Branche „entgehen potenziell 400 Millionen Pfund“, wie Music Week berichtet.

Die gleiche Logik gilt auch für kleinere Veranstaltungen. Ein Gast, der keinen Sitzplatz findet, die Toiletten nicht erreichen kann oder mit dem Lärm nicht zurechtkommt, wird vorzeitig gehen oder gar nicht erst kommen – und seine Freunde oder Familie könnten ihm folgen. Klare Informationen im Vorfeld reduzieren zudem Last-Minute-Fragen an den Veranstalter.

Auch die Künstler sind betroffen

Da der Bericht zum ersten Mal auch Künstler berücksichtigt, erinnert er daran, dass die von dir gebuchte Band oder der DJ möglicherweise eigene Anforderungen an die Barrierefreiheit hat – von stufenfreiem Ladezugang bis hin zu einem ruhigen Raum vor dem Auftritt. Wenn du das schon früh im Buchungsgespräch ansprichst, vermeidest du Überraschungen am Tag der Veranstaltung. Musiker auf Mucanto wählen zum Beispiel selbst die Orte aus, an denen sie auftreten, und legen ihre Preise fest; praktische Details wie den Zugang zur Bühne bespricht man am besten direkt mit dem Künstler.

Die Wohltätigkeitsorganisation gibt an, dass die Ergebnisse in ihre Schulungen, ihre Beratung und ihre „Live Events Access Charter“ einfließen werden – eine Online-Plattform, die im Februar 2025 neu gestartet wurde, um Veranstaltern bei der Verbesserung zu helfen.

Was du tun kannst

  • Veröffentliche Barrierefreiheitsinformationen zusammen mit der Einladung oder der Eintrittskarte: stufenfreie Wege, Sitzplätze, Toiletten, Parkmöglichkeiten und zu erwartende Lärmpegel.

  • Biete eine zentrale Anlaufstelle für Barrierefreiheitsanfragen an und dokumentiere diese, damit Gäste ihre Bedürfnisse nicht wiederholen müssen.

  • Plane Ruhepausen ein: Stelle Sitzgelegenheiten in der Nähe der Bühne und einen ruhigeren Bereich abseits der Lautsprecher bereit.

  • Überprüfe die Toiletten und Wege am Veranstaltungsort selbst, auch auf unebenem oder provisorischem Untergrund bei Veranstaltungen im Freien.

  • Frag deine Künstler schon bei der Buchung nach ihren individuellen Barrierefreiheitsbedürfnissen, nicht erst am Veranstaltungstag.

  • Weise das Personal ein, damit jeder vor Ort weiß, welche barrierefreien Einrichtungen es gibt und wo sie sich befinden.

Quellen

  • Music Week: berichtete über die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage, die häufigsten Barrierefreiheitsbedürfnisse und Kommentare von UK Music, 3. November 2026

  • Access All Areas: berichtete über die Kostenschätzungen, den erstmaligen Fokus des Berichts auf Künstler und Fachleute sowie die neu aufgelegte Barrierefreiheits-Charta, 3. November 2026

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt. Eine Redakteurin oder ein Redakteur von Mucanto hat Fakten und Quellen geprüft und ihn vor der Veröffentlichung freigegeben. So arbeiten wir