Für Musiker

Tantiemen für Live-Musik erreichen laut CISAC-Bericht einen Rekordwert von 1,4 Mrd. Euro

Die Konzert-Tantiemen für Songwriter erreichten 2025 einen Rekordwert von 1,4 Mrd. €, und Live- und Hintergrundmusik überholten erstmals Fernsehen und Radio.

Von Mucanto Newsroom (KI-gestützt) 3 Min. Lesezeit

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Original lesen

Sänger mit Gitarre bei einem Auftritt auf einer beleuchteten Konzertbühne
Photo: Ryo FUKAsawa from Tokyo, Japan / Wikimedia Commons, CC BY 2.0
In diesem Artikel
  1. Warum die Zahlen für Live-Auftritte wichtig sind
  2. Wer bekommt dieses Geld eigentlich?
  3. Ein Rekord, der mit einer Warnung verbunden ist
  4. Was tun?
  5. Quellen

Die Tantiemen, die an Songwriter und Komponisten gezahlt werden, wenn ihre Musik bei Konzerten aufgeführt wird, erreichten 2025 weltweit einen Rekordwert von 1,4 Mrd. €. Diese Zahl stammt aus dem jährlichen „Global Collections Report“ der CISAC, dem internationalen Verband der Urheberrechtsgesellschaften, der am 4. November 2026 veröffentlicht wurde.

Die Einnahmen aus Live-Musik stiegen innerhalb eines Jahres um 14,9 %. Zusammen mit der Hintergrundmusik, die in Geschäften, Bars, Hotels und Restaurants gespielt wird, hat die Kategorie „Live und Hintergrund“ erstmals Fernsehen und Radio überholt und ist damit nach dem digitalen Bereich zur zweitgrößten Quelle für Musik-Tantiemen geworden.

Über alle Kunstformen hinweg haben die Verwertungsgesellschaften im CISAC-Netzwerk einen Rekordbetrag von 15,5 Mrd. € für Urheber eingenommen – ein Plus von 11,3 % –, wobei auf den Musikbereich 14,06 Mrd. € entfielen. Europa bleibt mit Abstand die größte Region und steuert 8,09 Mrd. € bei, was etwas mehr als der Hälfte des weltweiten Gesamtbetrags entspricht.

Warum die Zahlen für Live-Auftritte wichtig sind

Streaming dominiert nach wie vor die Tantiemenbilanz. Die Einnahmen aus digitaler Musik stiegen um 27,9 % auf 6,41 Mrd. €, was 45,6 % der gesamten Musikeinnahmen entspricht. Doch die Zahlen aus dem Live-Bereich zeigen, dass Konzerte, Festivals und Veranstaltungen nach wie vor eine wachsende Einnahmequelle für die Songschreiber sind – nicht nur für diejenigen, die die Songs aufführen.

Allein bei der Musik stiegen die Einnahmen aus Live- und Hintergrundmusik um 7,3 % auf 3,62 Mrd. €, während die Einnahmen aus TV und Radio um 3 % auf 3,32 Mrd. € sanken. Einfach gesagt: Die Einnahmen aus vollbesetzten Sälen überwiegen nun die Einnahmen von Rundfunkanstalten – eine Verschiebung, die wahrscheinlich sowohl auf volle Konzertkalender als auch auf veränderte Seh- und Hörgewohnheiten zurückzuführen ist.

Ein Teil des in den Schlagzeilen genannten Wachstums muss im Kontext betrachtet werden. Der Bericht berücksichtigt zum ersten Mal das „Mechanical Licensing Collective“ in den USA, auf das rund 52 % des Gesamtanstiegs in diesem Jahr entfallen. In Europa fiel das Wachstum mit 6,2 % moderater aus, wobei die digitalen Einnahmen um 13,1 % auf 2,57 Mrd. € stiegen.

Wer bekommt dieses Geld eigentlich?

Dabei handelt es sich um Urhebergebühren, die über Verwertungsgesellschaften wie die GEMA in Deutschland, die SACEM in Frankreich oder die SIAE in Italien an Songwriter, Komponisten und Verleger gezahlt werden. Sie sind unabhängig vom Auftrittshonorar der Künstler. Eine Coverband verdient ihr Auftrittshonorar, während die Urhebergebühren für ihre Setlist an die Autoren dieser Songs gehen.

Das macht diese Zahl besonders relevant für Musiker, die ihre eigenen Stücke spielen. Wenn du die Songs schreibst, die du aufführst, kann ein lizenziertes Konzert zusätzlich zu deinem Honorar Tantiemen generieren – vorausgesetzt, deine Werke sind registriert und deine Setlist wird bei deiner Verwertungsgesellschaft eingereicht. Musiker auf Mucanto legen ihre Preise selbst fest und entscheiden, wo sie auftreten; für Originalkünstler sind registrierte Live-Tantiemen eine zweite, kleinere Einnahmequelle aus denselben Auftritten.

Ein Rekord, der mit einer Warnung verbunden ist

Die CISAC präsentierte die Ergebnisse mit Vorsicht. Ihr Generaldirektor Gadi Oron bezeichnete das Wachstum laut IMRO als „starkes und ermutigendes Signal“, warnte jedoch davor, das bisherige Wachstum angesichts der zunehmenden Verbreitung künstlicher Intelligenz als selbstverständlich anzusehen. CISAC-Präsident Björn Ulvaeus sagte in der von „Record of the Day“ veröffentlichten Pressemitteilung, dass „menschliche Kreativität nichts ist, was ersetzt oder umgangen werden kann“.

Der Bericht enthält in den bisher veröffentlichten Unterlagen eher regionale als länderspezifische Zahlen, daher sollten Musiker in den einzelnen Märkten die Jahresergebnisse ihrer jeweiligen Verwertungsgesellschaft im Auge behalten, um zu sehen, wie sich die lokalen Einnahmen aus Live-Auftritten entwickeln.

Was tun?

  • Tritt einer Verwertungsgesellschaft bei, wenn du Songs schreibst oder mitverfasst, die du aufführst, und registriere jedes Werk mit den korrekten Aufteilungsverhältnissen.

  • Reicht eure Setlisten nach Konzerten und Festivals umgehend ein. Die meisten Verwertungsgesellschaften haben Online-Portale und Meldefristen.

  • Plane Auftritte im Ausland: Frag bei deiner Heimatverwertungsgesellschaft nach, wie Auftritte in anderen Ländern gemeldet werden, damit die Tantiemen auch wirklich bei dir ankommen.

  • Klär die Lizenzierung mit den Veranstaltern ab. Die Regeln für private Veranstaltungen und kleine Veranstaltungsorte variieren je nach Land, also kläre vor dem Termin, wer dafür verantwortlich ist.

  • Führe eine zentrale Liste mit Terminen, Veranstaltungsorten und Setlists, damit du ausstehende Zahlungen viel leichter erkennen kannst.

Für Veranstalter ist der Bericht eine Erinnerung daran, dass Musiklizenzen dafür sorgen, dass Songwriter für die Lieder bezahlt werden, die den Saal füllen. Eine kurze Nachfrage bei deinem Veranstaltungsort bezüglich der Lizenz reicht in der Regel schon aus.

Quellen

  • IMRO: Zusammenfassung des CISAC Global Collections Report, einschließlich der Gesamtsumme von 8,09 Mrd. € für Europa und Kommentare von Gadi Oron, 4. November 2026

  • „Record of the Day“: CISAC-Pressemitteilung mit Zahlen nach Einnahmequelle und Region, darunter der Anstieg bei Live-Musik um 14,9 % auf 1,4 Mrd. €, 4. November 2026

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt. Eine Redakteurin oder ein Redakteur von Mucanto hat Fakten und Quellen geprüft und ihn vor der Veröffentlichung freigegeben. So arbeiten wir